Die Idee Industriepfad Ratingen

Die Idee zum Industriepfad entstand im Zusammenhang mit der Ausstellung „Antrieb und Spannung – 250 Jahre Industriegeschichte Ratingen“ im LVR-Industriemuseum, Textilfabrik Cromford (Sept. 2010-Mai 2011).
Das Begleitbuch zur Ausstellung enthält eine erste Beschreibung des Industriepfads.
Der Pfad als Verbindung
von Geschichte und Gegenwart
Der Industriepfad stellt nicht nur historische Standorte, sondern auch in jüngerer Zeit entstandene Industriekomplexe vor, wie z.B. die Ansiedlungen auf dem ehemaligen Balke-Dürr-Gelände in Ratingen Ost.
Darüber hinaus werden auch nicht mehr existente Standorte wie z.B. die Bergbauanlagen in Lintorf mit einbezogen.
Drei Industriewanderwege, ein Fahrradweg
Der Industriepfad bietet drei Wanderwege an. Zusammengenommen bilden sie eine Strecke von etwa 28 Kilometer, die mit dem Fahrrad in gut drei Stunden zu erkunden ist. Neben selbstständig geführten Touren werden auch geführte angeboten, z.B. über die Touristikinformation.
Wasserkraftroute
Dieser Industriewanderweg führt durch das Angertal und widmet sich dem Kalkabbau und der Frühindustrialisierung, die ohne die Wasserkraft der Anger nicht denkbar gewesen wäre. Von der Burg Haus zum Haus führt der Weg über den Poensgen-Park nach Cromford, weiter am Blauen See und der Papierfabrik Bagel vorbei zur Auermühle. Die Route könnte auch an der ehemaligen Spee‘schen Papierfabrik Schüttemühle auf dem früheren Gelände der Angermühle an der Hauser Allee beginnen (Nähe Süd-Dakota-Brücke).
Eisenbahnroute Ost
Der Wanderweg führt an der Bergisch-Märkischen-Bahn, der Ostbahn (heute S6) entlang, eine der ersten Entwicklungsachsen der Industrialisierung
im 19. und 20. Jahrhundert.
Ausgehend vom ehemaligen Calor-Emag-Gelände an der Ecke Wilhelmring/ Bahnstraße führt der Weg die Bahnstraße entlang über die Brückenquerung der S-Bahn zu den Edeka Verkaufshallen. Dann fährt man die Josef-Schappe Straße hinter dem Ostbahnhof entlang auf die Balcke-Dürr Allee und weiter durch den Kreisverkehr zum Voisweg bis zur Feuerwehr.
Eisenbahnroute West
Der Wanderweg begleitet die von der Rheinischen Eisenbahngesellschaft errichtete Strecke, die Westbahn. Startpunkt ist hier das Bürogebäude der Firma Tünkers in Tiefenbroich. Über die Straße "Am Roten Kreuz" gelangt man zur Kaiserwerther Straße, wo man bei einem Abstecher nach Westen die Stele 28 besuchen kann. Auf der Westtangente geht es dann weiter zum ehemaligen Firmengelände der Spiegelglasfabrik. Danach geht es über die Dechenstraße am Eisstadion vorbei in die Sandstraße, wo sich am Ende die Bürogebäude der Stadtwerke mit der Stele 29 befinden.